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Mit dem Dachverband wollen wir unsere Häuser und gemeinschaftlichen Wohnformen langfristig miteinander verbinden und zeigen, dass eine Alternative zum ausbeuterischen Wohnungsmarkt möglich ist.
Dieser Schritt baut auf vielen früheren Kämpfen auf – von den Hausbesetzungen der 1970er Jahre über die Auseinandersetzungen mit der Universität bis zur Here-to-stay-Kampagne der 2010er. Diese Geschichte tragen wir weiter.
Am 15.03.2026 fanden wir uns in einer gemütlichen Runde in der OM10 zum Erzählcafé zusammen. Um gemeinsam die Entstehung des Dachverbandes zu feiern, zurückzublicken und darüber zu sprechen, wie es jetzt weitergeht – und welches Potenzial entsteht, wenn wir uns zusammenschließen.

2018 ergab sich in Göttingen für viele Häuser, die sich zwar großteils schon selbst verwalteten, offiziell aber dem Studentenwerk gehörten, die Option, sich selbst zu kaufen. Der Dachverband selbstverwalteter Wohnprojekte Göttingen entstand aus dem Wunsch nach Vernetzung unter den bestehenden, selbstverwalteten Wohnprojekten sowie der Idee einer gemeinsamen politischen Agenda selbstorganisierter Göttinger Wohnprojekte.
Wir sind ein linker Zusammenschluss basisdemokratischer und selbstverwalteter Wohn-Projekte mit emanzipatorischem Anspruch. Uns geht es um vielfältige Arten der Solidarität zwischen Haus- und Wohnprojekten. Gemeinsam stellen wir uns gegen kapitalistische Wohnraumverwertung, indem wir uns für den Erhalt und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle einsetzen. Darüber hinaus wollen wir, angelehnt an die Idee des Mietshäusersyndikats, einen rechtlichen Schutz gegen Reprivatisierung verankern und uns gegenseitig finanzielle Unterstützung ermöglichen.
Im Dachverband organisieren sich selbstverwaltete Wohnprojekte in Göttingen und im Göttinger Umland. Unser Selbstverständnis fasst zusammen, wofür wir stehen und was wir wollen.
Die Häuser denen die drin wohnen!
Kontakt zum Dachverband: haeuser-dachverband-goe@riseup.net
— English —
The umbrella organization for self-managed housing projects in Göttingen has finally been officially established, and we celebrated!
Through this umbrella organization, we aim to connect our housing projects and communal living arrangements in the long term and demonstrate that an alternative to the exploitative housing market is possible.
This step builds on many past struggles—from the squatter movements of the 1970s, through the conflicts with the university, to the “Here to Stay” campaign of the 2010s. We are carrying this legacy forward.
In 2018, many housing projects in Göttingen—which were largely self-managed but officially owned by the Studentenwerk—were given the option to purchase their own properties. The umbrella organization for self-managed housing projects in Göttingen emerged from a desire to foster networking among existing self-managed housing projects, as well as from the idea of a shared political agenda for self-organized housing projects in Göttingen.
We are a left-wing coalition of grassroots-democratic and self-managed housing projects with an emancipatory mission. We are committed to diverse forms of solidarity among housing projects. Together, we oppose capitalist exploitation of housing by advocating for the preservation and creation of affordable housing for all. Furthermore, drawing on the idea of the Mietshäusersyndikat, we aim to establish legal protection against reprivatization and enable mutual financial support.
Self-managed housing projects in Göttingen and the surrounding area are organized under the umbrella organization. Our mission statement summarizes what we stand for and what we want.
The houses belong to those who live in them!
Contact the umbrella organization: haeuser-dachverband-goe@riseup.net












Weiter führt Myriam Luna aus: „Deutschland hat ein Problem mit rechtem Terror und ein Problem mit strukturellem Rassismus. Und Rassismus tötet. Die Kontinuität rechten Terrors hatte erneute grausame Höhepunkte in den rassistischen Morden von Hanau im Februar diesen Jahres, bei dem der Täter neun Menschen ermordete, und dem antisemitischen Anschlag von Halle vor einem Jahr, bei dem zwei Menschen getötet wurden. Gleichzeitig werden wöchentlich rechte Chatgruppen in Polizeidienststellen aufgedeckt, Waffenlager bei Mitgliedern von Spezialkommandos der Bundeswehr ausgehoben und ein NSU 2.0 verschickt Morddrohungen mit Daten aus Polizeicomputern an engagierte Menschen. Rassistische Polizeikontrollen mit teils tödlicher Polizeigewalt sind Alltag für viele Menschen in Deutschland.“
